Über Shari Litt

Shari Litt ist das Riot Grrrl in der deutschen Comedy-Landschaft. 

Aufgewachsen ist sie im hässlichen Teil vom schönen Teil des Ruhrgebiets, zu einer Zeit, als die Ruinen der Fördertürme zu Kulturstätten umfunktioniert wurden, indem man sie bunt anleuchtete. Eine Zeit vieler Kontraste, wie sie selbst: zu proletarisch für die Monokelträger, zu spießig für die Malocher. Diese Ambivalenz merkt man auch in ihrem Programm. In ihrem karierten Anzug sieht sie zwar aus, als würde sie die Steuererklärung für sämtliche Kobolde Irlands machen, wenn sie aber einmal auf der Bühne steht, fällt manch einem das Monokel aus dem Auge.

 

Wenn das gesprochene Wort nicht ausreicht, greift sie zur Ukulele. Mit ihren Songs hämmert sie die absurdesten Ohrwürmer in die Gehörgänge ihres Publikums, schafft Sympathie für die Unsympathischen und gibt denen eine Stimme, für die Hochglanz bisher nur in der T-Zone stattfand. Damit ist die Ukulele endlich im Punk angekommen. 

Das kommt an: Zu ihren Erfolgen zählen zahlreiche erste Plätze bei der Kleinkunst-Reihe Kunst gegen Bares, zudem wurde sie im Dezember 2019 Drittplatzierte beim Leverkusener Kleinkunstpreis und platzierte sich Anfang 2020 bei den Quatsch Comedy Hot Shots in Düsseldorf. 


Shari Litt lebt mittlerweile in Köln, "weil es da genauso kaputt aussieht wie im Ruhrgebiet, nur mit mehr Jobs".